
Der Abbildungsmaßstab, die Abbildungsproportion oder das Abbildungsverhältnis ist in der Makrofotografie eine Möglichkeit, die tatsächliche Größe des fotografierten Objekts im Verhältnis zur Größe des auf den Sensor projizierten Bildes zu beschreiben. Es bezieht sich nicht auf die Größe, auf die das Bild anschließend vergrößert oder ausgedruckt wird.
Nehmen wir ein Beispiel (etwas vereinfacht): Wenn ein 30 mm breites Objekt 10 mm auf dem Sensor einnimmt, beträgt der Abbildungsmaßstab 1:3 oder ungefähr ein Drittel der natürlichen Größe. Typischerweise das, was wir mit preiswerten Zwischenringe erreichen können. Wenn das projizierte Bild desselben Objekts 15 mm breit wäre, wäre der Wiedergabefaktor 1:2 oder die Hälfte der natürlichen Größe. Und wenn das projizierte Bild 30 mm groß wäre, also die gleiche Breite wie das fotografierte Objekt hätte, wäre der Abbildungsmaßstab 1:1 oder Lebensgröße. Dies kann auch als Vergrößerungsfaktor ausgedrückt werden, wobei 1× 1:1, 0,5× 1:2 usw. entspricht.
Der Bereich der echten Makrofotografie liegt bei Verhältnissen zwischen 1:1 und 1:10. Außerhalb dieser Grenzen befinden wir uns im Bereich der Nahaufnahmefotografie oder Mikrofotografie.
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