Vollständiges Sortiment an Makroobjektiven für Fuji X (APS-C) und Fuji G (Mittelformat)

Das Fujifilm-Ökosystem für Makrofotografie basiert auf zwei Kameralinien: dem X-System mit APS-C-Sensor und dem G-System im Mittelformat. In beiden Fällen wurden Makroobjektive mit einem Abbildungsmaßstab von annähernd oder genau 1:1 entwickelt, mit präziser manueller Fokussierung und – bei einigen Modellen – optischer Bildstabilisierung und Wetterschutz.

Neben den nativen Objektiven bietet das Fujifilm-System — insbesondere mit X-Bajonett — eine große Auswahl an Drittanbieter-Optiken. Hersteller wie Laowa, Zeiss, 7Artisans, TTArtisan oder AstrHori bieten Alternativen, die von vielseitigen Objektiven bis hin zu spezialisierten Lösungen für extreme Makrofotografie reichen. Auch wenn sie meist manuell fokussiert werden, erweitern diese Objektive die Möglichkeiten des Systems und erlauben eine Anpassung an kreative oder technische Anforderungen – sowohl für Hobbyfotografen als auch für Profis.

Fuji X (APS-C): native Makroobjektive

Vorauswahl: Welches Fuji APS-C-Makroobjektiv passt zu deinem Profil?

Für Einsteiger in die Makrofotografie, die Vielseitigkeit schätzen, ist das Fujinon XF 30mm f/2.8 R LM WR Macro eine gute Wahl. Es bietet eine 1:1-Vergrößerung in einem kompakten und leichten Gehäuse. Die kurze Brennweite erleichtert den Einsatz in engen Räumen und macht es auch für Alltags- und Porträtaufnahmen geeignet. Es verfügt über einen schnellen Autofokusmotor und ein gegen Staub und Feuchtigkeit geschütztes Gehäuse. Zu beachten: Der kurze Arbeitsabstand ist möglicherweise nicht ideal für empfindliche Motive oder solche, die schwer zu beleuchten sind.

Für fortgeschrittene Fotografen, für die Makrofotografie ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist, ist das Fujinon XF 80mm f/2.8 R LM OIS WR Macro das Referenzobjektiv im X-System. Es bietet echtes 1:1-Verhältnis, integrierte optische Bildstabilisierung, schnellen und leisen Autofokus sowie einen großzügigen Arbeitsabstand — ideal für Natur- oder Produktfotografie. Die wettergeschützte Bauweise sorgt für Haltbarkeit im Außeneinsatz. Zu beachten: Gewicht und Größe machen es weniger praktisch für den gelegentlichen Einsatz.

Für Profis, die extreme Makrofotografie oder wissenschaftliche Anwendungen suchen, bietet Fuji im offiziellen Sortiment keine Objektive über 1:1 hinaus. In solchen Fällen muss man auf manuelle Objektive wie das Laowa 65mm f/2.8 2x Ultra Macro APO zurückgreifen, das Vergrößerungen bis 2:1 ermöglicht. Es verfügt jedoch weder über Bildstabilisierung noch Autofokus, weshalb ein Stativ und eine kontrollierte Beleuchtung erforderlich sind. Zu beachten: hohe Lernkurve und geringere Vielseitigkeit für allgemeine Fotografie.

Für Fotografen mit begrenztem Budget ist das Fujinon XF 60mm f/2.4 R Macro eine Alternative mit 0,5-facher Vergrößerung – ausreichend für einfache Nahaufnahmen und Details. Es ist leicht und bietet gute optische Qualität, allerdings ohne Stabilisierung oder Abdichtung. Zu beachten: Es ist das günstigste Fuji-Makroobjektiv, aber nicht wirklich billig – und da es kein 1:1 erreicht, könnte es enttäuschen, wenn es ausschließlich für Makro eingesetzt werden sollnte para fotografía de aproximación y detalles básicos. Es ligero y con buena calidad óptica, aunque sin estabilización ni sellado. A tener en cuenta: es el más económico de Fuji, pero no es realmente barato, y tampoco alcanza el 1:1, por lo que puede quedarse corto y terminar resultando una mala compra si solo lo queremos para macro.

Unsere Wahl: Das Fujinon XF 80mm f/2.8 R LM OIS WR Macro ist die umfassendste und professionellste Option für Makrofotografie im Fujifilm X-System. Es bietet echte 1:1-Vergrößerung, optische Stabilisierung und einen idealen Arbeitsabstand für Insekten und empfindliche Motive. Seine Schärfe, robuste Bauweise und cremiges Bokeh machen es zur ersten Wahl.

Das Fujifilm X-System, basierend auf APS-C-Sensoren, bietet eine wachsende Auswahl an Makroobjektiven für Hobbyisten und Profis, von denen viele Merkmale wie Staub- und Feuchtigkeitsschutz sowie bei einigen Modellen eine optische Bildstabilisierung besitzen.

Gleichzeitig gibt es eine vielfältige Palette kompatibler Fremdobjektive, die die Optionen für die Makrofotografie erweitern. Marken wie Laowa, Zeiss, 7Artisans, TTArtisan und AstrHori bieten Objektive mit verschiedenen Brennweiten und Vergrößerungsverhältnissen, von allgemeinen Nahaufnahmen bis hin zu extremem Makro, und ermöglichen so die Anpassung an unterschiedliche Stilrichtungen und Anwendungen, vom Amateurgebrauch bis zu technischen oder kreativen Projekten.

Was die integrierten Technologien betrifft, so ist die optische Bildstabilisierung nicht bei allen nativen Makroobjektiven vorhanden, einige verfügen jedoch über lineare Motoren, die ein schnelles und leises Fokussieren ermöglichen.

Vergleichstabelle aller Makroobjektive für APS-C

BajonettMarkeModellMakroAF/ManuellStabilisierungFormat
XFuji30mm f/2.81:1AFNeinAPS-C
XFuji60 mm f/2.41:1AFNeinAPS-C
XFuji80 mm f/2.8 Macro WR1:1AFNeinAPS-C
XLaowa65 mm f/2.8 Ultra Macro2:1ManuellNeinAPS-C
X7Artisans60 mm f/2.8 Macro1:1ManuellNeinAPS-C
XZeissTouit 50 mm f/2.8 Macro1:1AFNeinAPS-C
XTTArtisan40 mm f/2.8 Macro1:1ManuellNeinAPS-C

Fujinon XF 30mm f/2.8 R LM WR Macro

Spezifikationen

  • Brennweite: 30 mm (entspricht 45 mm Vollformat)
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Mindestfokussierabstand: 10 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
  • Gewicht und Abmessungen: 195 g, 60 x 70 mm
  • Kompatibilität: Fujifilm X-Mount (APS-C)

Analyse

Das Fujinon XF 30mm f/2.8 R LM WR Macro ist das kompakteste und erschwinglichste Makro-Objektiv im Fujifilm X-System mit einer Vergrößerung von 1:1. Seine Brennweite von 45 mm (äquivalent) macht es besonders vielseitig, geeignet für Produktfotografie, Alltagsgegenstände und spontane Szenen sowie für den allgemeinen oder Straßengebrauch, allerdings etwas kurz für Motive, die Abstand benötigen, wie Insekten.

Mit einer minimalen Fokussierentfernung von nur 10 cm ermöglicht es extreme Nahaufnahmen, was auch bedeutet, dass das Objektiv sehr nah am Motiv sein kann, was die Beleuchtung in bestimmten Situationen erschwert. In kontrollierter oder Studiofotografie ist dies kein Problem.

Optisch liefert das XF 30mm eine bemerkenswerte Leistung: große Schärfe ab f/2.8, präzise Farbwiedergabe und gute Aberrationskontrolle. Der lineare Fokussiermotor ist schnell und leise, nützlich sowohl für Makro, Video als auch allgemeine Fotografie.

Es verfügt nicht über eine optische Stabilisierung, daher wird bei Fujifilm-Kameras ohne IBIS die Verwendung eines Stativs empfohlen, um die maximale Leistung im Makrobereich zu erzielen. Dennoch machen sein leichtes, wetterfestes Gehäuse und die kompakte Größe es zu einer ausgezeichneten Allzwecklinse mit echten Makro-Fähigkeiten, die man immer dabei haben kann.

Ideal für: Lebensmittel, Details, Dokumente, Texturen und kleine Objekte in kontrollierten Umgebungen. Funktioniert auch sehr gut als vielseitiges Festbrennweitenobjektiv für den Alltag.
Eingeschränkte Nutzung: Insekten, Wildtiere oder bewegte Motive im Freien, wo der kurze Arbeitsabstand und das Fehlen der Stabilisierung das Fokussieren und die Schärfe erschweren können.


Fujinon XF 60mm f/2.4 R

Spezifikationen

  • Brennweite: 60 mm (entspricht 90 mm im Vollformat)
  • Blende: f/2.4 bis f/22
  • Minimale Fokusdistanz: 26,7 cm
  • Maximale Vergrößerung: 0,5x (1:2)
  • Gewicht und Abmessungen: 215 g, 64,1 × 70,9 mm
  • Kompatibilität: Fujifilm X-Bajonett (APS-C)

Analyse

Das Fujinon XF 60mm f/2.4 R war eines der ersten Objektive für das Fujifilm X-System. Obwohl es keine 1:1-Vergrößerung erreicht, bietet es eine hervorragende optische Qualität und eine Brennweite, die sich gut für moderate Makrofotografie und Porträts eignet. Die Vollformat-Äquivalenz von 90 mm sorgt für einen angenehmen Arbeitsabstand – ideal für empfindliche Motive wie Blumen oder ruhige Insekten.

Mit einer maximalen Vergrößerung von 0,5x zeigt es nicht die feinsten Details wie ein echtes 1:1-Makro, aber es bietet dennoch sehr gute Leistung für Produktfotos, Naturaufnahmen und alltägliche Details. Die relativ lange Naheinstellgrenze schränkt extreme Nahaufnahmen etwas ein.

Optisch überzeugt das Objektiv mit hoher Schärfe bei mittleren Blendenwerten, schönem Bokeh und guter Farbwiedergabe. Der Autofokus ist etwas langsam, da weder ein Linearmotor noch eine Stabilisierung vorhanden ist. Für Porträts und den allgemeinen Einsatz ist es jedoch gut geeignet.

Das Design ist kompakt, leicht und robust, jedoch nicht wettergeschützt. Trotz seines Alters bleibt es eine attraktive Wahl für alle, die ein lichtstarkes kurzes Tele mit moderaten Makrofähigkeiten und guter Abbildungsleistung suchen.

Ideale Nutzung: Blumen, detailreiche Porträts, Produkte, statische Natur und allgemeine Nahfotografie.
Eingeschränkte Nutzung: Extreme Makros, Insekten oder kleine Objekte mit hohem Vergrößerungsbedarf.


Fujinon XF 80mm f/2.8 R LM OIS WR

Spezifikationen

  • Brennweite: 80 mm (entspricht 120 mm im Vollformat)
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Minimale Fokusdistanz: 25 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
  • Optische Stabilisierung: Ja (OIS)
  • Gewicht und Abmessungen: 750 g, 80 × 130 mm
  • Kompatibilität: Fujifilm X-Bajonett (APS-C)

Analyse

Das Fujinon XF 80mm f/2.8 R LM OIS WR Macro ist das fortschrittlichste Makroobjektiv im Fujifilm-X-System. Die Brennweite von 120 mm (entsprechend Kleinbild) bietet einen hervorragenden Arbeitsabstand – ideal für Insekten, Natur und andere empfindliche Motive. Es handelt sich um ein professionelles Objektiv für echte 1:1-Makros mit herausragender Detailtreue und präziser Fokussierung.

Die Mindestfokussierdistanz beträgt 25 cm, doch durch die lange Brennweite kann man arbeiten, ohne dem Motiv zu nahe zu kommen. Der integrierte optische Bildstabilisator (OIS) ist besonders im Außeneinsatz nützlich, da er auch bei hohen Vergrößerungen Freihandaufnahmen ermöglicht.

Optisch liefert das Objektiv eine hervorragende Schärfe bereits bei Offenblende, satte Farben, minimale Verzerrung und ein weiches Bokeh, das das Motiv schön freistellt. Der Autofokus ist präzise und recht schnell, kann aber bei geringem Kontrast oder sehr nahen Motiven etwas zögern. Ein Fokusbegrenzer verbessert die Geschwindigkeit je nach Entfernung.

Die Konstruktion ist robust und professionell – staub- und spritzwassergeschützt sowie kälteresistent –, bringt aber deutliches Gewicht und Größe mit sich, vor allem im Vergleich zu anderen X-Objektiven. Dennoch ist es die Referenz für anspruchsvolle Anwender.

Ideale Nutzung: Insekten, Blumen, Texturen, Natur, Produktfotografie und Makro im Freien. Auch geeignet für Portraits mit enger Perspektive oder Outdoor-Shootings.
Eingeschränkt geeignet für: Nutzer, die ein leichtes oder kompaktes Objektiv für gelegentliche Makros suchen.

Fremdobjektive: APS-C

Laowa 65mm f/2.8 2x Ultra Macro APO

Spezifikationen

  • Brennweite: 65 mm (entspricht 104 mm im APS-C-Format)
  • Bildwinkel: 24,4°
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Naheinstellgrenze: 17 cm
  • Maximale Vergrößerung: 2x (2:1)
  • Gewicht und Abmessungen: 335 g, 57 x 100 mm
  • Kompatibilität: Fuji X (nur APS-C)
  • Fokus: Manuell
  • Bildstabilisierung: Nein

Analyse

Dieses Objektiv ist eine echte Rarität im APS-C-Makrobereich, dank seines 2:1-Abbildungsmaßstabs – dem Doppelten des klassischen 1:1-Makros. Das apochromatische (APO) Design reduziert chromatische Aberrationen deutlich und sorgt für Bilder mit hoher Schärfe und Kontrast. Es besitzt keinen Autofokus und keine Bildstabilisierung, daher sind präzises Arbeiten und idealerweise ein Stativ nötig, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die kurze Brennweite in Kombination mit der hohen Vergrößerung eignet sich perfekt für extrem kleine Details, insbesondere im Studio oder für Fokus-Stacking. Für bewegte Motive oder Nutzer, die auf Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit Wert legen, ist es jedoch nicht geeignet.

Ideal für: Extreme Makrofotografie, Fokus-Stacking, Studio, winzige Details
Einschränkungen: Manueller Fokus, keine Stabilisierung, nicht für schnelle Action oder Außeneinsatz


7Artisans 60mm f/2.8 Macro

Spezifikationen

  • Brennweite: 60 mm (entspricht 90 mm bei Fuji APS-C)
  • Bildwinkel: Ca. 25°
  • Blende: f/2.8 bis f/16
  • Naheinstellgrenze: 26 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1:1
  • Gewicht und Abmessungen: 550 g, 60 × 100 mm
  • Kompatibilität: Nikon Z (nur APS-C)
  • Fokus: Manuell
  • Stabilisierung: Nein

Analyse

Günstiges manuelles Objektiv mit 1:1-Vergrößerung, gedacht für Einsteiger oder Fotografen mit kleinem Budget. Die optische Qualität ist solide, mit akzeptabler Schärfe, aber eingeschränkter Korrektur von Abbildungsfehlern und Bildgleichmäßigkeit. Die Bauweise ist einfach und leicht, ohne Stabilisierung oder Autofokusmotor, sodass ein Stativ und gute Lichtverhältnisse erforderlich sind. Trotz seiner Einschränkungen ist es eine sinnvolle Option zum Erlernen der Makrofotografie oder für persönliche Projekte, bei denen extreme Qualität nicht entscheidend ist.

Ideal für: Einstieg in die Makrofotografie, statische Motive.
Einschränkungen: Bescheidene optische Leistung, keine Stabilisierung oder Autofokus, nicht für den professionellen Einsatz.


Zeiss touit 50mm f 2.8

Spezifikationen

  • Brennweite: 50 mm (entspricht 75 mm bei Fuji APS-C)
  • Bildwinkel: Ca. 31°
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Minimale Fokusdistanz: 15 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1:1
  • Gewicht und Maße: 290 g, 65 × 91 mm
  • Kompatibilität: Fuji X (APS-C)
  • Fokus: Autofokus
  • Stabilisierung: Nein

Analyse

Speziell für APS-C-Sensoren entwickelt, ist das Zeiss Touit 50mm f/2.8 Macro das einzige Drittanbieterobjektiv mit Autofokus für Fuji APS-C. Es bietet eine echte 1:1-Vergrößerung und hält dabei das hohe optische Niveau von Zeiss: hervorragende Schärfe bereits bei offener Blende, hoher Kontrast und vorbildliche chromatische Korrektur.

Mit einer Brennweite, die 75 mm entspricht, liegt es im Gleichgewicht zwischen kurzen und langen Makro-Objektiven. Es ermöglicht eine Nähe zum Motiv ohne die Unbequemlichkeit von 30 mm, aber ohne den Arbeitsabstand von 90 oder 100 mm. Daher eignet es sich besonders gut für Produktfotografie, Alltagsdetails und ruhiges Makro mit statischen Motiven, weniger für Insekten oder bewegungsempfindliche Tiere.

Der Autofokus ist eine seiner Hauptstärken im APS-C-Ökosystem, obwohl die Geschwindigkeit nicht mit Allround- oder Action-Objektiven mithalten kann. Die Verarbeitung ist robust und die optische Leistung sehr konstant, besonders in der Bildmitte. Wie viele Makroobjektive verfügt es über keine Stabilisierung, daher sind Stativ oder gute Technik besonders beim Arbeiten nahe 1:1 unerlässlich.

Kurz gesagt, ein Objektiv für jene, die hochwertige optische Qualität, automatische Bedienung und ein kompaktes Profil für Makro- und Detailfotografie ohne die Anforderungen einer längeren Brennweite suchen.

Ideal für: Produktfotografie, Makro von Objekten, Blumen, Alltagsdetails, gemischte Nutzung mit Autofokus.
Einschränkungen: Insektenfotografie, Freihandaufnahmen, anspruchsvolles Makro im Freien.


TTartisan 40 mm f/2.8

Spezifikationen

  • Brennweite: 40 mm (entspricht ca. 60 mm im Vollformat APS-C)
  • Blende: f/2.8–f/16
  • Minimale Fokusentfernung: ca. 17 cm (~6,7″)
  • Maximale Vergrößerung: 1:1
  • Gewicht: ca. 370 g; Maße: ca. 80 × 110 mm (je nach Bajonett unterschiedlich)
  • Fokus: komplett manuell
  • Kompatibilität: Fuji X

Analyse

Das TTartisan 40 mm f/2.8 Macro ist eine der preisgünstigsten 1:1-Makrooptionen für APS-C-Nutzer, mit komplett metallischem Gehäuse und einem guten Handling.

Optisch bietet es eine hohe Schärfe in der Bildmitte und ein angenehmes Bokeh dank der 11-Blatt-Blende. Da es jedoch keine fortschrittlichen Vergütungen besitzt, ist es anfälliger für interne Reflexionen und Streulicht bei hartem Licht oder Gegenlicht, was den Kontrast beeinträchtigen und in solchen Situationen einen leicht ausgewaschenen oder weniger gesättigten Eindruck hinterlassen kann.

Außerdem erzeugt der Fokusring leichte Bildausschnittsänderungen beim Fokussieren (Focus Breathing) und kann Staub im Inneren ansammeln. Trotz dieser Einschränkungen ist es ein preiswertes und vielseitiges Objektiv, das einen echten Einstieg in die Makrofotografie ermöglicht und sich gut für Porträts oder Landschaften mit engem Bildausschnitt eignet.

Ideale Verwendung: Informelle Makrofotografie (Blumen, kleine Objekte), Negative scannen, Porträts und Alltag.
Eingeschränkte Verwendung: Professionelles Makro, Insektenfotografie oder sehr anspruchsvolle Kontrast- und Direktlichtsituationen.

Fuji G (Mittelformat): native Makro-Objektive

Vorauswahl: Welches Fuji G Makro-Objektiv passt zu deinem Profil?

Für Einsteiger, die Vielseitigkeit schätzen, ist das Fujinon GF 120mm f/4 R LM OIS WR Macro die Referenz-Makrolinse im GFX-System. Es bietet eine Vergrößerung von 1:2, exzellente Schärfe, optische Stabilisierung (OIS) und präzisen Autofokus dank Linearmotor (LM). Die äquivalente Brennweite von 95 mm macht es auch für Porträts nützlich, und die Wetterfestigkeit macht es für den Außeneinsatz geeignet. Zu beachten: Es erreicht keine 1:1-Vergrößerung und ist daher für sehr kleine Motive oder technisches Makro eventuell zu kurz.

Für fortgeschrittene Fotografen, die eine höhere Vergrößerung suchen, das Laowa 65mm f/2.8 2x Ultra Macro (mit Adapter). Obwohl für APS-C-Sensoren entwickelt, kann dieses Objektiv mit Adapter am GFX montiert und im Crop-Modus oder mit kontrollierter Vignettierung verwendet werden, je nach Vergrößerung. Die Fähigkeit, bis zu 2:1 zu vergrößern, macht es ideal für die Erkundung winziger Details. Zu beachten: Vollständig manuell und deckt nur einen kleinen Teil des Sensors ab.

Für Profis, die extremes Makro oder wissenschaftliche Fotografie suchen, das Laowa 100mm f/2.8 2x Ultra Macro APO (mit FF–GFX Adapter). Dieses Vollformatobjektiv passt sehr gut zum GFX und bietet bis zu 2:1 Vergrößerung ohne Verlängerungsröhren oder zusätzliche Linsen. Die optische Leistung gehört zu den besten ihrer Klasse, mit apochromatischer Korrektur und hervorragender Kontrolle von Farbe und Aberrationen. Geeignet für technisches Makro, Labor- oder Feldarbeit. Zu beachten: Manuell und schwer, daher ist die Verwendung eines Stativs empfehlenswert. Deckt nur einen Teil des Sensors ab, aber mehr als das Laowa 65 mm.

Für budgetbewusste Fotografen, GFX-Adapter + klassische Makroobjektive (wie Nikon 55mm f/3.5, Canon FD 100mm f/4 usw.). Adapter ermöglichen die Verwendung alter Makroobjektive mit guten Ergebnissen. Obwohl ohne Automatik oder elektronische Kommunikation, bieten viele Vintage-Objektive eine Vergrößerung von 1:1 oder nahe daran mit guter Bildqualität zu niedrigem Preis. Zu beachten: Kein Autofokus, keine Stabilisierung oder Kamerasteuerung; erfordert manuelle Erfahrung und kontrollierte Lichtverhältnisse..

Unsere Wahl: Ehrlich gesagt gibt es nicht viel zur Auswahl. Das Fujinon GF 120mm f/4 R LM OIS WR Macro ist das einzige native Modell für das GFX-System.

Das Makroobjektiv-Angebot für das Fujifilm G-System ist derzeit sehr begrenzt, mit nur einem nativen Modell: dem Fujinon GF 120mm f/4 R LM OIS WR Macro. Es besticht durch hervorragende optische Qualität, integrierte Stabilisierung und schnellen Autofokus.

Was Drittanbieter-Alternativen betrifft, so gibt es keine speziell für das G-Mount entwickelte Makroobjektive. Es ist jedoch möglich, Makroobjektive anderer Vollformatsysteme — wie Hasselblad H oder Canon EF — mittels Adapter zu verwenden, wobei automatische Funktionen wie Autofokus oder Stabilisierung verloren gehen.

Vergleichstabelle der Makroobjektive für APS-C

ObjektivAdapter notwendigVergrößerungMinimale EntfernungStabilisierungAFAnmerkungen
Fujinon GF 120mm f/4 R LM OIS WR Macro1:2 (0,5x)45 cmJa (OIS)JaEinziges natives Makroobjektiv für G-Mount. Hohe Schärfe, Staub- und Wasserschutz, schneller AF.
Hasselblad HC 120mm f/4 MacroHasselblad H zu Fujifilm G Adapter1:1NeinNeinKlassisches Mittelformat-Makroobjektiv. Hohe optische Qualität, manueller Fokus.
Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USMCanon EF zu Fujifilm G Adapter (ohne Kommunikation)1:1NeinNeinSehr beliebt in der Makrofotografie. Manueller Fokus mit Adapter, hohe optische Qualität.
Laowa 100mm f/2.8 2x Ultra MacroCanon EF oder Nikon F zu Fujifilm G Adapter2:1NeinNeinExtremes Makro, 100% manueller Fokus. Hervorragend für feine Details und Texturen.

Fujinon GF 120mm f/4 R LM OIS WR

Spezifikationen

  • Brennweite: 40 mm (entspricht 60 mm im APS-C-Format)
  • Bildwinkel: 38°50′
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Mindestfokussierabstand: 16,3 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
  • Gewicht und Abmessungen: 235 g, 68,5 × 64,5 mm
  • Kompatibilität: Nikon-F-Bajonett (DX-Format)

Analyse

Das Micro-Nikkor 40 mm f/2.8G ist Nikons günstigste und leichteste Option für Makrofotografie im DX-Format. Die äquivalente Brennweite von 60 mm liegt im kurzen Makrobereich und eignet sich für Stillleben, Blumen oder kleine Objekte, ist jedoch weniger geeignet für Insekten oder andere Motive, die einen größeren Arbeitsabstand erfordern.

Der minimale Fokussierabstand von 16,3 cm ermöglicht eine 1:1-Vergrößerung, jedoch ist das Objektiv bei dieser Distanz sehr nah am Motiv, was die Beleuchtung erschwert und den Einsatz bei lebenden Tieren einschränkt. In kontrollierten Situationen wie Dokumentenreproduktionen, Produktfotografie oder Studioaufnahmen überzeugt es jedoch.

Die optische Qualität ist für den Preis beachtlich: sehr gute Schärfe in der Mitte ab f/2.8 und insgesamt ausgewogene Leistung. Das Bokeh ist ordentlich, aber nicht herausragend. Der SWM-Fokusmotor ist leise und ausreichend präzise, allerdings nicht besonders schnell.

Das Fehlen eines Bildstabilisators begrenzt den Einsatz aus der Hand bei wenig Licht, doch die Lichtstärke hilft, dies auszugleichen. Die Bauweise ist kompakt und leicht, mit einem gut verarbeiteten Polycarbonatgehäuse. Zwar ist das Objektiv nicht wettergeschützt, aber für den Alltag geeignet.

Aufgrund seiner Größe, seines Gewichts und Preises ist es ein hervorragendes Einstiegsobjektiv für die Makrofotografie mit DX-Kameras oder als Zweitobjektiv für Detail- und Nahaufnahmen.

Ideale Nutzung: einfache Makrofotografie, Produktaufnahmen, Alltagsdetails, Dokumentenreproduktion, allgemeine Fotografie mit APS-C.
Eingeschränkte Nutzung: Insekten oder andere Motive mit größerem Abstand, schlechte Lichtverhältnisse ohne Stativ, intensiver professioneller Einsatz.


Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM (angepasst für Fujifilm G)

Spezifikationen

  • Effektive Brennweite: 100 mm (keine Brennweitenänderung, aber der GFX-Sensor ist größer als Vollformat, daher ist der Bildwinkel größer als im Vollformat)
  • Bildwinkel: ca. 53° horizontal (weiter als bei APS‑C oder Vollformat, aufgrund des größeren Mittelformat-Sensors)
  • Blende: f/2.8 bis f/22
  • Mindestfokussierabstand: 16,3 cm
  • Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
  • Gewicht und Abmessungen: ca. 600 g, 78 × 96 mm
  • Kompatibilität: Angepasst an Fujifilm G-Bajonett mittels EF‑auf‑G‑Adapter (ohne elektronische Kommunikation)
  • Hinweise zur Verwendung: Vollständig manuell fokussiert. Für Vollformatsensoren konzipiert, deckt nicht den gesamten Fujifilm GFX-Mittelformat-Sensor ab.

Analyse

Dies war über ein Jahrzehnt lang das Arbeitspferd der Makrofotografie bei Canon. Ein erschwingliches, zuverlässiges Objektiv mit echtem 1:1-Maßstab und einer brauchbaren Arbeitsdistanz.
Die Verarbeitung ist weder abgedichtet noch luxuriös, aber robust und leicht. An Vollformatkameras bietet es eine ideale Entfernung für Insekten und botanische Details, ohne zu nah ans Motiv zu müssen. Es wurde auch häufig als alternative Porträtlinse geschätzt, dank seines weichen Bokehs.

Die größte Einschränkung heutzutage ist das Fehlen eines Bildstabilisators. In der Makrofotografie, wo selbst kleinste Bewegungen zählen, erschwert das Aufnahmen aus der Hand oder bei wenig Licht. Auch ist es nicht das schnellste beim Fokussieren (der USM-Motor ist gut, aber etwas grob bei bewegten Motiven). Dennoch bleibt es aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr attraktiv.

Ideal geeignet für: Insekten, Pflanzen, gelegentliche Porträts.
Eingeschränkt geeignet für: Makro bei wenig Licht ohne Stativ.

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