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Das Canon-Ökosystem für die Makrofotografie zeichnet sich durch eine breite Auswahl an Objektiven für Hobbyfotografen und Profis aus – sowohl für Vollformat- als auch APS-C-Kameras.
Ein Vorteil der Canon-Objektive ist ihre Kompatibilität mit Sensoren unterschiedlicher Formate, was es ermöglicht, Brennweite und Schärfentiefe je nach Ausrüstung und gewünschtem Makrostil anzupassen. Darüber hinaus bietet Canon Technologien wie optischen Bildstabilisator (IS) und Ultraschall- (USM) oder STM-Fokusmotoren, die das Arbeiten aus der Hand und mit bewegten Motiven erleichtern.
Das Canon-Sortiment reicht von klassischen Makroobjektiven mit 1:1-Abbildungsmaßstab bis hin zu spezialisierten Lösungen mit höheren Vergrößerungen, wetterfesten Gehäusen und integrierter Stabilisierung – ideal für Natur-, Produkt- oder wissenschaftliche Fotografie.
Darüber hinaus ist das Canon-System mit einer großen Auswahl an Objektiven von Drittanbietern wie Tamron, Sigma, Laowa oder Samyang kompatibel. Diese Alternativen reichen von vielseitigen Modellen mit Autofokus und Stabilisierung bis hin zu Spezialobjektiven für extreme Makrofotografie oder kreative Einsätze. Sie werden oft für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geschätzt und erweitern die technischen und künstlerischen Möglichkeiten im Canon-Ökosystem, insbesondere mit EF-Bajonett.
Canon Full Frame: native Makroobjektive (EF und RF)
Vorauswahl: Welches Canon Full-Frame Makroobjektiv zu deinem Profil passt
Für Einsteiger in die Makrofotografie, die Vielseitigkeit schätzen, ist das Canon RF 85mm f/2 Macro IS STM eine leichte und erschwingliche Option. Auch wenn es keinen Abbildungsmaßstab von 1:1 erreicht, genügt der 1:2-Maßstab für alltägliche Details, und die Blende f/2 macht es auch für Porträts geeignet. Die integrierte Bildstabilisierung erleichtert das Fotografieren aus der Hand, und der STM-Fokusmotor arbeitet leise und gleichmäßig. Ideal als Hybrid-Objektiv für Nutzer, die nicht ausschließlich Makro fotografieren. Zu beachten: Ohne volle Vergrößerung kann es bei kleinen Motiven oder technischer Makrofotografie an seine Grenzen stoße.
Für fortgeschrittene Fotografen, bei denen Makro ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist, ist das Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM die Referenz. Mit bis zu 1,4-facher Vergrößerung, Hybrid-Stabilisierung, wetterfestem Gehäuse und exzellenter optischer Leistung bietet es alles für professionelle Ergebnisse – draußen wie im Studio. Der Ring zur Steuerung sphärischer Aberrationen eröffnet kreative Möglichkeiten im Bokeh, erfordert aber Übung. Zu beachten: Preis, Gewicht und Komplexität machen es weniger geeignet für Gelegenheitsnutzer.
Für Profis, die extreme Makrofotografie oder wissenschaftliche Anwendungen verfolgen, ist das Canon MP-E 65mm f/2.8 1-5x Macro einzigartig. Es erlaubt Vergrößerungen bis 5:1 ohne Zubehör, erfordert jedoch manuelles Fokussieren, Stativnutzung und präzise Lichtsteuerung. Ein hochspezialisiertes Werkzeug mit spektakulären Ergebnissen in erfahrenen Händen. Zu beachten: Hohe Lernkurve und ausschließlich für extreme Makroanwendungen geeignet.as.
Für Fotografen mit begrenztem Budget, die Full-Frame-Kameras verwenden, ist das Canon EF 50mm f/2.5 Compact Macro eine günstige Alternative. Obwohl es ursprünglich als EF-Objektiv für Spiegelreflexkameras konzipiert wurde, ist es mit spiegellosen Vollformatkameras per Adapter vollständig kompatibel. Es bietet eine 1:2-Vergrößerung und eine ordentliche Schärfe für seinen Preis – ideal für alle, die in die Detailfotografie einsteigen möchten, ohne viel zu investieren. Zu beachten: keine Bildstabilisierung, kein Wetterschutz und einfache Bauweise – eine Einsteigerlösung, nicht für professionelle Ansprüche gedacht.

▌Unsere Wahl: Das Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM ist die erste Wahl für alle, die ein Makroobjektiv im Canon-System suchen. Es bietet eine 1:1-Vergrößerung mit komfortabler Arbeitsdistanz und hybrider Bildstabilisierung – ideal für Aufnahmen aus der Hand. Es überzeugt durch hohe optische Qualität, gute Korrektur von Aberrationen und einen schnellen, leisen Autofokus. Die robuste Bauweise macht es zu einer zuverlässigen Option für den professionellen Einsatz in der Makro- und Produktfotografie.
Im Laufe der Zeit hat Canon eine Vollformatreihe rund um die 100mm-Brennweite entwickelt, mit verschiedenen Weiterentwicklungen, die sowohl den professionellen Bereich als auch fortgeschrittene Hobbyfotografen abdecken. Anders als im APS-C-Segment liegt hier der Schwerpunkt stärker auf dem Arbeitsabstand und der maximalen Bildqualität, einschließlich Optionen mit Bildstabilisierung, optischen Verbesserungen und erweiterten Funktionen.
Canons Ansatz in diesem Segment war:
- Ein einfaches 100mm-Makro (EF 100mm f/2.8 USM), preiswert, scharf und vielseitig.
- Ein stabilisiertes und verfeinertes 100mm (EF 100mm f/2.8L IS USM Macro), mit verbesserter Optik und einem Hybrid-IS, der besonders bei Makroaufnahmen aus der Hand sehr nützlich ist.
- Ein technologischer Sprung mit dem neuen RF 100mm f/2.8L Macro IS USM, das nicht nur das optische Design verbessert, sondern auch eine native Vergrößerung von 1,4:1, präziseren elektronischen Fokus und effektivere Aberrationskorrektur bietet.
In allen Fällen ist die 100mm-Brennweite die ausgewogenste für Makroaufnahmen im Vollformat: Sie bietet einen komfortablen Arbeitsabstand, eine gute Kompression für Porträts und genug Vielseitigkeit, um auch außerhalb der Makrofotografie genutzt zu werden (Porträt, Detail, sogar Landschaft).
Außerdem funktionieren alle diese Objektive problemlos an APS-C-Kameras (entspricht 160mm), was noch mehr Arbeitsabstand und scheinbare Vergrößerung bietet – besonders nützlich für Fotografen mit Zweitkameras oder hybriden Systemen im kleineren Format.
Der einzige wirkliche Schwachpunkt im Canon-eigenen Sortiment ist der Mangel an Alternativen in anderen Brennweiten: Die Marke bietet weder native 150mm-Makroobjektive noch kreative Brennweiten unter 65mm im Vollformat an. Dafür muss man auf Marken wie Laowa, Sigma, Tamron usw. zurückgreifen. Mit einer Ausnahme: Wer etwas Experimentelleres oder Extremes sucht, kann zum MP-E 65mm f/2.8 1–5x greifen – ein einzigartiges Objektiv, das extreme Makros ohne zusätzliche Zubehörteile ermöglicht, aber komplett manuell ist und eine steile Lernkurve hat.
Vergleichstabelle aller Makroobjektive für Vollformat
| Bajonett | Marke | Modell | Makro | AF/Manuell | Stabilisierung | Format |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RF | Canon | RF 35mm f/1.8 IS STM Makro | 1:2 | STM AF | Ja | Vollformat |
| RF | Canon | RF 50mm f/2.5 Kompakt Makro | 1:2 | STM AF | Nein | Vollformat |
| EF | Canon | EF 50mm f/2.5 Kompakt Makro | 1:2 | USM AF | Nein | Vollformat |
| EF / RF | Canon | EF 100mm f/2.8 Makro USM | 1:1 | USM AF | Nein | Vollformat |
| EF / RF | Canon | EF 100mm f/2.8L IS USM Makro | 1:1 | USM AF | Ja | Vollformat |
| RF | Canon | RF 100mm f/2.8L IS USM Makro | 1,4:1 | USM AF | Ja | Vollformat |
| EF | Canon | MP-E 65mm f/2.8 1-5x Makro | 1–5:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Canon | EF 180mm f/3.5L Makro USM | 1:1 | USM AF | Nein | Vollformat |
| EF / RF | Laowa | 24mm f/14 2× Makro Sonde | 2:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 25mm f/2.8 2.5–5× Ultra Makro | 2,5–5:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 60mm f/2.8 Ultra Makro APO | 2:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 85mm f/5.6 Ultra Makro APO | 2:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 90mm f/2.8 Ultra Makro APO | 2:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 100mm f/2.8 Ultra Makro APO | 2:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Laowa | 15mm f/4 Weitwinkel Makro | 1:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Samyang | 100mm f/2.8 ED UMC Makro | 1:1 | Manuell | Nein | Vollformat |
| EF | Sigma | 105mm f/2.8 OS HSM Makro | 1:1 | HSM AF | Ja | Vollformat |
| EF | Sigma | 150mm f/2.8 HSM Makro | 1:1 | HSM AF | Ja | Vollformat |
| EF | Tamron | 90mm f/2.8 Di VC USD Makro | 1:1 | USD AF | Ja | Vollformat |
| RF (adapted EF) | Tamron | 90mm f/2.8 VXD Makro | 1:1 | Schneller AF | Nein | Vollformat |
| EF | Irix | 150mm f/2.8 Dragonfly Makro | 1:1 | Manuell | Nein | Vollformat |

Canon RF 35mm f/1.8 IS STM
Spezifikationen
- Brennweite: 35 mm (entspricht 56 mm im APS-C-Format)
- Blickwinkel: 63°
- Blende: f/1.8 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 17 cm
- Maximale Vergrößerung: 0,5x (1:2)
- Gewicht und Maße: 305 g, 69 x 62 mm
- Kompatibilität: Canon RF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Dieses Objektiv ist innerhalb der Canon-Makrofamilie ungewöhnlich, da es keine 1:1-Vergrößerung erreicht (es bleibt bei 0,5x), aber als „Makro“ vermarktet wird, und das ist es im weiteren Sinne: Es ermöglicht scharfe Nahaufnahmen mit kurzem Fokusabstand.
Seine große Stärke ist die Vielseitigkeit. Man kann es als leichtes Weitwinkelobjektiv für Straßenfotografie, Landschaften oder Reisen verwenden und sich dann sehr nah heranwagen, um Details zu fotografieren: Blumen, Essen, Texturen, kleine Objekte, Produktaufnahmen…
Allerdings ist es kein echtes Makro. Bei der Fotografie wirklich kleiner Motive werden die geringe Vergrößerung und der kurze Arbeitsabstand (man ist sehr nah am Motiv) zum Problem. Es bietet auch nicht die optische Korrektur oder Schärfe, die man bei 1:1-Objektiven mit längerer Brennweite findet. Dennoch ist es für jemanden, der ein „Alltags“-Makro sucht, das unauffällig, leicht und sehr preiswert ist, eine ausgezeichnete Wahl.
Ideale Verwendung: Straßenfotografie, Gastronomie, Reisen.
Eingeschränkte Verwendung: Kleine Insekten, Stacking oder technische Arbeit.

Canon RF 85mm f/2 Macro IS STM
Spezifikationen
- Distancia focal: 35 mm (equivalente a 56 mm en formato APS-C)
- Ángulo de visión: 63°
- Apertura: f/1.8 a f/22
- Distancia mínima de enfoque: 17 cm
- Magnificación máxima: 0.5x (1:2)
- Peso y dimensiones: 305 g, 69 x 62 mm
- Compatibilidad: Montura Canon RF (Full Frame y APS-C)
Analyse
Das Canon RF 85mm f/2 Macro IS STM ist eines der vielseitigsten und preiswertesten Objektive im Canon Vollformat-Mirrorless-System. Obwohl sein Name das Wort „Macro“ enthält, handelt es sich nicht um ein echtes Makroobjektiv im strengen Sinne, da seine Vergrößerung bis zu 1:2 reicht und nicht die standardmäßigen 1:1 erreicht. Diese technische Einschränkung wird jedoch durch einen klar hybriden Fokusansatz ausgeglichen: Es ist sowohl ein nützliches Werkzeug für Detailfotografie als auch ein hervorragendes Objektiv für Porträts und den allgemeinen Gebrauch.
Die Brennweite von 85 mm bietet eine sanfte Hintergrundkompression, ideal für Porträts mit attraktivem Bokeh. Die Blende von f/2 ermöglicht Arbeiten mit guter Tiefenschärfe und bei schlechten Lichtverhältnissen, während das integrierte optische Stabilisierungssystem (bis zu 5 Blendenstufen, mehr in Kombination mit stabilisierten Kameras) das Fotografieren aus der Hand selbst bei langsamen Verschlusszeiten erleichtert. Der STM-Autofokus, der sanft und leise arbeitet, eignet sich auch gut für Videoaufnahmen, besonders für leichte oder unauffällige Aufnahmen.
In der Detailfotografie liefert es scharfe und ansprechende Ergebnisse, perfekt für Gastronomie, Produktfotografie, Blumen oder kleine Alltagsgegenstände. Seine kompakte Größe und das geringe Gewicht machen es zu einer bequemen Wahl, die man immer in der Tasche dabei haben kann, ideal für Reisen oder Streetfotografie, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen.
Es ist jedoch kein Objektiv für extremes Makro oder technische Arbeit. Es verfügt weder über eine 1:1-Vergrößerung noch über eine Wetterabdichtung, und der Naheinstellbereich, obwohl präzise, ist nicht für Fokus-Stacking oder sehr kleine Motive wie Insekten ausgelegt.
Ideale Verwendung: Porträt, Straßenfotografie, Gastronomie, Alltagsdetails, Reisen.
Eingeschränkte Verwendung: Technisches Makro, kleine Insekten, Stacking, Präzisionsarbeit mit 1:1-Vergrößerung oder mehr.

Canon EF 50mm f/2.5 Compact Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 50 mm (entspricht 80 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 46°
- Blendenbereich: f/2.5 bis f/32
- Minimale Fokusdistanz: 23 cm
- Maximale Vergrößerung: 0,5x (1:2)
- Gewicht und Abmessungen: 280 g, 67,6 x 63 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Dies ist ein etwas in Vergessenheit geratenes Objektiv aus einer anderen Zeit, aber es hat einen besonderen Charme. Nicht nur wegen seiner (wirklich kompakten) Größe, sondern auch, weil es eine sehr gute Bildqualität im Zentrum bietet und einen klassischen, leicht nostalgischen Look hat.
Dennoch ist es für die meisten modernen Makroanwendungen unpraktisch: Es erreicht nur 0,5x, und um 1:1 zu erreichen, muss ein Konverter hinzugefügt werden (der Life-Size Converter, heute schwer zu finden und teuer), was die Handhabung erschwert und seine Kompaktheit zerstört.
Im Vollformat bedeutet 50mm bereits einen sehr geringen Arbeitsabstand. Man muss so nah heran, dass man jedes Insekt verscheucht. Was es hingegen gut kann, ist Tischfotografie – kleine, aber nicht winzige Objekte (Briefmarken, Uhrenteile, Geldscheine) – oder auch Porträts mit schönem Bokeh. Praktisch gesehen hat es heute jedoch mehr nostalgischen als funktionalen Wert.
Ideale Nutzung: Kleine Objekte im Studio, Sammlerstücke.
Eingeschränkte Nutzung: Natur, Außeneinsatz, extreme Makrofotografie.

Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM
Spezifikationen
- Brennweite: 100 mm (entspricht 160 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 24°
- Blendenbereich: f/2.8 bis f/32
- Minimale Fokusdistanz: 31 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 600 g, 78,6 x 118,6 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Dieses Objektiv war über ein Jahrzehnt lang das Arbeitspferd der Makrofotografie bei Canon. Eine erschwingliche, zuverlässige Linse mit echter 1:1-Makrofähigkeit und einem brauchbaren Arbeitsabstand.
Die Verarbeitung ist weder wettergeschützt noch luxuriös, aber robust und leicht. An Vollformatkameras bietet es eine ideale Distanz, um Insekten und botanische Details zu fotografieren, ohne dem Motiv zu nahe zu kommen. Auch als alternatives Porträtobjektiv war es dank seines weichen Bokehs sehr beliebt.
Sein größter Nachteil heutzutage ist das Fehlen eines Bildstabilisators. Bei der Makrofotografie, wo kleinste Bewegungen entscheidend sind, kann das Freihandfotografie oder Arbeiten bei wenig Licht erschweren. Auch ist der Autofokus nicht der schnellste (der USM-Motor ist solide, aber etwas grob bei sich bewegenden Motiven). Dennoch bleibt es aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr empfehlenswert.
Idealer Einsatz: Insekten, Pflanzen, gelegentliche Porträts.
Eingeschränkter Einsatz: Makro bei wenig Licht ohne Stativ.

Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM
Spezifikationen
- Brennweite: 100 mm (entspricht 160 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 24°
- Blendenbereich: f/2.8 bis f/32
- Minimale Fokusdistanz: 30 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 625 g, 77,7 x 123 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Hier hat Canon die Messlatte höher gelegt. Sie haben das Beste des klassischen 100mm genommen und es mit der „L“-Serie veredelt: bessere Verarbeitung, schärfere und kontrastreichere Optik, Hybrid-Stabilisierung (sehr effektiv im Nahbereich) und Abdichtung gegen Witterung.
Dies ist seit über einem Jahrzehnt das am häufigsten genutzte Makroobjektiv im professionellen Bereich bei Canon. Es ist ideal für Natur-Makrofotografie, professionelle Produktaufnahmen, Reproduktionen von Kunstwerken und auch für Outdoor-Porträts, bei denen der Bildstabilisator das Arbeiten ohne Stativ erleichtert.
Der Arbeitsabstand ist perfekt für Insekten oder empfindliche Szenen, und seine Schärfe sowie Farbwiedergabe gehören zu den besten seiner Klasse. Obwohl für DSLRs entwickelt, funktioniert es an spiegellosen RF-Kameras mit Adapter einwandfrei (Preise für EF-RF-Adapter findest du auf Amazon über diesen Link).
Es gibt keine gravierenden Schwächen. Allenfalls war der Preis zum Marktstart höher als bei anderen Optionen, doch gebraucht ist er heute zu fairen Preisen erhältlich. Es ist die ausgewogenste Wahl für Vollformat, wenn man nicht auf RF umsteigt.
Idealer Einsatz: Alle Arten professioneller Makroaufnahmen, Porträt, gemischter Einsatz.
Eingeschränkter Einsatz: Keine, es sei denn, du suchst etwas extrem Spezielles.

Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM
Spezifikationen
- Brennweite: 100 mm (entspricht 160 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 24°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Minimale Fokusdistanz: 26 cm
- Maximale Vergrößerung: 1,4x
- Gewicht und Abmessungen: 730 g, 81,5 x 148 mm
- Kompatibilität: Canon RF Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Dieses Objektiv stellt die natürliche Weiterentwicklung seines Vorgängers dar. Canon hat echte Verbesserungen eingeführt, keine bloßen Retuschen:
- Maximale Vergrößerung von 1,4×, die das 1:1-Verhältnis übertrifft, ohne Tubes oder zusätzliche Gläser zu benötigen.
- Neues Floating-Fokus-System, das die Schärfe auf kurze Distanzen verbessert.
- Steuerung der „sphärischen Aberration“ mittels eines Rings (ähnlich dem „Soft-Focus“-Effekt bei Porträts).
- Verbesserter hybrider IS und gesteigerte Gesamtleistung bei Farbe und Kontrast.
Das macht es zweifellos zum besten Canon-Makroobjektiv aller Zeiten und zu einem der besten Objektive seiner Brennweitenklasse auf dem Markt. Es ist extrem scharf auf allen Distanzen und sehr vielseitig. Es eignet sich sowohl für 1:1-Makro als auch für Porträts mit einem ätherischen Look oder sogar für detailvergrößernde Fotografie ohne Zubehör.
Das einzige „Aber“ ist der Preis: teurer als seine Vorgänger und ziemlich sperrig. Außerdem finden einige Nutzer den Aberrationsring etwas überflüssig oder versehentlich leicht verschiebbar. Aber in reiner Leistung gehört es zur Spitzenklasse.más alto.
Ideale Verwendung: Professionelles Makro, künstlerisches Porträt, Stacking, Natur.
Eingeschränkte Verwendung: Wenig, außer Budget oder Größe.

Canon MP-E 65mm f/2.8 1–5x Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 65 mm (entspricht 104 mm im APS-C-Format)
- Blickwinkel: 18,6°
- Blende: f/2,8 bis f/16
- Minimale Fokussierentfernung: 24 cm
- Maximale Vergrößerung: 5x (5:1)
- Gewicht und Abmessungen: 710 g, 81 x 98 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Mount (Full Frame und APS-C)
Analyse
Dieses Objektiv ist ein Sonderfall im Canon-Katalog und wahrscheinlich eines der spezialisiertesten Objektive, die je entwickelt wurden. Es fokussiert nicht auf unendlich: Es ist ausschließlich für Extremmakro von 1x bis 5x gedacht.
Wenn dein Ziel ist, kleine Insekten, organische Strukturen oder für das bloße Auge unsichtbare Texturen zu fotografieren, ist es unersetzlich (ansonsten müsste man Mikroskop-Objektive adaptieren). Aber es erfordert Technik: nur manuelles Fokussieren, mit minimaler Toleranz, und es verlangt unbedingt die Verwendung eines Stativs, einer mikrometrischen Schiene und externer Beleuchtung (Blitz, LED, usw.).
Es ist nicht für jedermann, und außerhalb des Extremmakros hat es wenig Nutzen. Aber für diejenigen, die sich dieser Art von Fotografie widmen (Wissenschaft, Taxonomie, Technik), ist es ein außergewöhnliches Werkzeug. Es gibt heute einige Alternativen von Drittanbietern, aber keine mit dieser nativen Kompatibilität.
Ideale Verwendung: Extremmakro (1,5x bis 5x), Stacking, Entomologie.
Eingeschränkte Verwendung: Alles andere.
Drittanbieter-Marken: Full Frame-Objektive
Canon hat insbesondere in seinem DSLR-Ökosystem (EF-Bajonett) über Jahre hinweg auf die starke Unterstützung von Marken wie Sigma, Tamron, Tokina, Laowa, Irix, Samyang, Meike oder 7Artisans bauen können. Diese Objektive, die oft günstiger oder spezialisierter sind als native Canon-Objektive, bieten sehr wertvolle Alternativen für die Makrofotografie. Wir gehen der Brennweite nach und heben Stärken und Schwächen hervor.
Kurze bis mittlere Brennweite (90-105 mm): die Favoritin für klassisches Makro
Dies ist der ausgewogenste und gefragteste Brennweitenbereich für Makrofotografie, da er eine komfortable Arbeitsdistanz und gute Vielseitigkeit außerhalb des Makrobereichs bietet.

Tamron SP 90mm f/2.8 Di Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 90 mm (entspricht 144 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 27°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Minimale Fokussierentfernung: 30 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Maße: 610 g, 79 x 117,1 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Full Frame und APS-C)
Analyse
Dies ist einer der Klassiker unter den vielseitigen Makroobjektiven. Tamron hat sein 90mm-Objektiv im Laufe der Jahre mehrfach überarbeitet, und diese neueste Version mit Bildstabilisator (VC) und Ultraschallmotor (USD) ist vermutlich die ausgewogenste.
Das Objektiv bietet bereits ab f/2.8 eine sehr gute Schärfe, einen recht schnellen Autofokus und eine effektive Stabilisierung – selbst im Nahbereich, was bei Freihandaufnahmen sehr hilfreich ist. Die Brennweite liegt nahe am idealen 100 mm, was es besonders angenehm macht für Naturaufnahmen, Insekten oder Blumen, ohne zu nah herangehen zu müssen.
Das Bokeh ist weich, wodurch es sich auch gut als kurzes Teleobjektiv für Porträts eignet. Die optische Qualität ist gut, mit solidem Kontrast und guter Kontrolle von Aberrationen in den meisten Situationen. Es erreicht nicht die chirurgische Präzision manueller Laowa- oder APO-Objektive, erfüllt seine Aufgabe aber sehr gut.
Ideale Nutzung: Naturmakro, gelegentliche Porträts, gemischte Outdoor-Fotografie.
Eingeschränkte Nutzung: Supermakro, Fokus-Stacking, technisches Studio.

Sigma 105mm f/2.8 EX DG OS HSM
Spezifikationen
- Brennweite: 105 mm (entspricht 168 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 23,3°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Minimale Fokusdistanz: 31,2 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 725 g, 78,3 x 126,4 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Sigma stieg mit diesem stabilisierten 105mm mit HSM-Motor kraftvoll in das Segment der vielseitigen Makroobjektive ein. Es ähnelt im Konzept stark dem Tamron 90mm, hat aber einen kleinen Vorteil: eine etwas längere Brennweite, die mehr Spielraum bei scheuen Motiven bietet.
Die optische Qualität ist sehr gut, mit guter Schärfe im Zentrum und schönem Hintergrundbokeh. Der Bildstabilisator ist wirksam und besonders hilfreich bei Aufnahmen aus der Hand mit natürlichem Licht. Der HSM-Motor ermöglicht eine leise und relativ präzise Fokussierung, kann aber bei schwachem Licht oder wenig Kontrast etwas „pumpen“.
Wie das Tamron ist es kein Extrem-Objektiv: Es erreicht 1:1 und nicht mehr. Für Supermakro oder präzises Stacking ist es weniger geeignet. Es trägt auch nicht das „Art“-Label oder die Premiumverarbeitung der neueren Sigma-Objektive, ist aber dennoch robust gebaut.
Neuere Versionen dieses Objektivs gibt es für Sony und L-Mount, jedoch nicht für Canon.
Ideal geeignet für: Makro im Freien, Porträtaufnahmen im Vollformat, Detailfotografie.
Eingeschränkt geeignet für: Technische Arbeiten, Vergrößerungen über 1:1, präzise Blitzfotografie mit Makroschlitten.

Samyang 100mm f/2.8 ED UMC Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 100 mm (entspricht 160 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 24,8°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Mindestfokussierabstand: 30,7 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 730 g, 72,5 x 123,1 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Anschluss (Vollformat und APS-C)
Analyse
Samyang bietet hier eine günstigere Alternative zum Laowa 100 mm, mit einigen Kompromissen. Es handelt sich ebenfalls um ein vollständig manuelles Objektiv, ohne Bildstabilisierung oder Autofokus, aber die optische Leistung ist durchaus respektabel. Es bietet eine 1:1-Vergrößerung, gute Schärfe in der Bildmitte und ein recht angenehmes Bokeh.
Es erreicht nicht das Maß an chromatischer Korrektur oder Präzision des Laowa, und an den Rändern kann es bei großen Blendenöffnungen an Schärfe verlieren. Doch der Preis ist in der Regel sehr wettbewerbsfähig und bietet einen ausgezeichneten Einstieg für alle, die sich ernsthaft mit Makrofotografie beschäftigen möchten, ohne zu viel Geld auszugeben.
Ideale Nutzung: Statische Makros, Einstieg in manuelles Fokussieren, Objektfotografie.
Eingeschränkte Nutzung: Bewegte Naturmotive, fortgeschrittenes Stacking, Szenen mit hoher optischer Anforderung oder starkem Kontrast.
Große Reichweite

Irix 150mm f/2.8 Macro 1:1 Dragonfly
Spezifikationen
- Brennweite: 150 mm (entspricht 240 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 16°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Minimale Fokusdistanz: 34 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 840 g, 87 x 135 mm
- Kompatibilität: Canon EF-Anschluss (Vollformat und APS-C)
Analyse
Dies ist eines der interessantesten Makro-Objektive mit großer Reichweite, das für Canon EF erhältlich ist. Voll manuell, mit einer minimalen Fokussierentfernung von etwa 34 cm, ermöglicht es bequemes Arbeiten mit Insekten, Spinnentieren oder empfindlichen Motiven, ohne zu nah heranzukommen. Die optische Qualität ist sehr gut, mit ausgezeichneter Schärfe ab f/4 und hohem Kontrast, selbst bei offener Blende.
Das Dragonfly-Design kombiniert Robustheit (Metallgehäuse, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) mit Details für anspruchsvolles Makro, wie dem breiten und geschmeidigen Fokusring und einer integrierten Stativhalterung. Es hat keinen Bildstabilisator, daher erfordert es etwas Übung für Freihandaufnahmen, aber sein Gleichgewicht und die Ergonomie helfen dabei.
Ideal für: Insekten, empfindliche Motive, Makro im Feld mit guter Technik.
Begrenzte Nutzung: Spontane oder schnelle Fotografie ohne Stativ.
Andere Brennweiten und kreative Vorschläge: Extrem-Makro (über 1:1 hinaus)
Laowa bietet eine Reihe von Objektiven an, die für die fortgeschrittene Makrofotografie entwickelt wurden und über das klassische 1:1 hinausgehen und Vergrößerungen von bis zu 2:1 oder sogar 5:1 erreichen. Es umfasst auch kreative Vorschläge wie Weitwinkelobjektive mit Makrofähigkeit oder Sonde-Systeme, die für Video und spezialisierte Fotografie gedacht sind. Diese Objektive richten sich an Nutzer mit sehr speziellen Anforderungen: kontrollierte Umgebungen, statische Motive, Blitzarbeit oder präzise Komposition mit Perspektivkontrolle.
Nicht alle diese Objektive sind in allen Canon-Bajonettversionen erhältlich. Einige Modelle gibt es nur für Canon EF (für Spiegelreflexkameras), andere sind in der Canon RF-Version (für spiegellose Kameras) erhältlich. In allen Fällen können Canon RF-Nutzer EF-Objektive mit einem EF-RF-Adapter verwenden.
| Laowa Objektiv | Canon EF | Canon RF | Canon EF-M |
|---|---|---|---|
| Laowa 25mm f/2.8 2.5–5× Ultra Makro | ✔️ | ❌ (Adapter) | ❌ |
| Laowa 58mm f/2.8 2× Ultra Makro APO | ❌ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 60mm f/2.8 2× Ultra Makro | ✔️ | ❌ (Adapter) | ❌ |
| Laowa 85mm f/5.6 2× Ultra Makro APO | ❌ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 90mm f/2.8 2× Ultra Makro APO | ❌ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 100mm f/2.8 2× Ultra Makro APO | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 15mm f/4 Weitwinkel Makro 1:1 | ✔️ | ❌ (Adapter) | ❌ |
| Laowa 15mm f/4 Weitwinkel Makro Shift | ✔️ | ❌ (Adapter) | ❌ |
| Laowa 24mm f/14 2× Makro Sonde | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 24mm T14 PeriProbe | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Laowa 25mm Tilt-Shift Makro | ✔️ (Cine/EF) | ❌ (Adapter) | ❌ |
| Laowa 100mm Tilt-Shift Makro | ✔️ (limitierte Auflage) | ❌ (Adapter) | ❌ |

Laowa 25mm f/2.8 2.5–5× Ultra Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 25 mm (entspricht 40 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 10,3°
- Blende: f/2.8 bis f/16
- Mindestfokussierabstand: 17,3 cm (bei 2,5x)
- Maximale Vergrößerung: 5:1
- Gewicht und Abmessungen: 400 g, 65 × 82 mm
- Kompatibilität: Canon EF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Dieses Objektiv ist ein spezialisiertes Werkzeug, das ausschließlich für Supermakrofotografie entwickelt wurde. Es handelt sich nicht um ein Allround-Makro: Der Vergrößerungsbereich reicht von 2,5x bis 5x, was bedeutet, dass es nicht auf unendlich fokussieren kann und keine geringeren Vergrößerungen abdeckt. Es richtet sich daher an fortgeschrittene Nutzer oder Techniker, die winzige Strukturen erforschen möchten: kleine Insekten, Texturen, elektronische Bauteile, Mineralien usw.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Makroobjektiven erfordert das Laowa 25mm das Arbeiten sehr nah am Motiv, was den Einsatz bei sich bewegenden Motiven einschränkt. Zudem ist bei diesen Vergrößerungen die Schärfentiefe extrem gering und das Licht knapp, daher sind ein Stativ, ein Fokussierschlitten und kontrolliertes Kunstlicht unerlässlich.
Optisch bietet das Objektiv eine hervorragende Schärfe im Zentrum bei mittleren Blenden, kann jedoch bei Offenblende etwas Vignettierung oder Randunschärfen zeigen. Die Verzeichnung ist minimal und der Kontrast hoch – bemerkenswert für eine so extreme Optik.
Es ist kein Objektiv für jedermann, aber im Supermakrobereich gilt es als Referenz, dank seines Preis-Leistungs-Verhältnisses, seiner Leistung und seiner Portabilität. Leicht, robust und ohne elektronische Komponenten, die die Nutzung mit spiegellosen Kameras erschweren würden.
Ideale Verwendung: Technische Supermakrofotografie, kleine Insekten, Mineralien, Bauteile, fortgeschrittenes Stacking.
Eingeschränkte Verwendung: Allgemeine Makrofotografie, Porträts, lebende Motive ohne Vorbereitung oder Außeneinsatz ohne Hilfsmittel.

Laowa 58mm f/2.8 2× Ultra Macro APO
Spezifikationen
- Brennweite: 58 mm (entspricht 93 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 40,9°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 18,5 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 335 g, 74 × 90,5 mm
- Kompatibilität: Canon RF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Dieses Objektiv überzeugt durch seine hervorragende optische Leistung und das apochromatische (APO) Design, das chromatische Aberrationen im Fokus und im Bokeh minimiert. Es bietet eine 2:1-Vergrößerung ohne zusätzliches Zubehör und ist damit eine leistungsstarke Option für fortgeschrittene Makrofotografie – besonders im APS-C-Format, wo der engere Bildwinkel bei kleinen Motiven von Vorteil ist.
Leicht und kompakt ist es sehr handlich im Außeneinsatz, und die f/2.8-Blende eignet sich auch für enge Porträts oder Detailaufnahmen mit unscharfem Hintergrund. Der Fokussierring ist weich und präzise – ideal für feinfühliges manuelles Arbeiten.
Idealer Einsatz: Extreme Details, Produktfotografie, Texturen, Blumen, gemischte Makroarbeiten.
Eingeschränkter Einsatz: Schnelle Fotografie oder Motive, die Autofokus erfordern.

Laowa 60mm f/2.8 2× Ultra Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 60 mm (entspricht 96 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 25,3°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 18,5 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 503 g, 70 × 95 mm
- Kompatibilität: Canon EF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Das Laowa 60mm f/2.8 2× Ultra Macro war eines der ersten Objektive, das eine 2:1-Vergrößerung mit Vollformatabdeckung ohne zusätzliche Zwischenringe oder Linsen bot – und wurde so schnell zu einer attraktiven Option für anspruchsvolle Makrofotografen. An APS-C-Kameras macht ihn die effektive Brennweite ideal für Insekten, kleine Objekte oder Texturen mit guter Hintergrundtrennung.
Die optische Leistung ist ab Blende f/4 sehr solide, mit gutem Kontrast und Schärfe in der Bildmitte, obwohl es bei Offenblende zu einem gewissen Randabfall kommen kann. Es verfügt über keinen internen Fokus, sodass sich der Tubus beim Fokussieren sichtbar ausfährt – was in engen Räumen oder bei schreckhaften Motiven problematisch sein kann.
Obwohl es schwerer ist als neuere Laowa-Modelle, machen seine Vielseitigkeit und Abbildungsleistung es zu einem sehr nützlichen Werkzeug für Fotografen, die echte Makrofähigkeiten über Automatik oder kompaktes Design stellen.
Idealer Einsatz: Fortgeschrittene Makrofotografie, Insekten, Produktfotografie, Texturen.
Eingeschränkter Einsatz: Enge Räume, empfindliche Motive, die auf Tubusbewegung reagieren.

Laowa 85mm f/5.6 2× Ultra Macro APO
Spezifikationen
- Brennweite: 85 mm (entspricht 136 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 28,55°
- Blende: f/5.6 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 16,3 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 259 g, 53 × 81 mm
- Kompatibilität: Canon RF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Dieses 85mm ist derzeit das kleinste und leichteste 2:1-Makroobjektiv auf dem Markt. Es wurde speziell für die Fotografie im Gelände und auf Reisen entwickelt, wo Gewicht ebenso wichtig ist wie Leistung. Trotz der eher moderaten Blende von f/5.6 liefert es bereits bei Offenblende eine sehr gute optische Leistung mit ausgezeichneter chromatischer Korrektur dank apochromatischem (APO) Design.
Der minimale Fokusabstand erlaubt extreme Nahaufnahmen, und die Brennweite bietet einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Arbeitsabstand und Hintergrundkompression – ideal, um Insekten zu fotografieren, ohne zu nahe heranzumüssen. Die Konstruktion ist vollständig aus Metall, mit hochwertiger Haptik und präziser Mechanik.
Ideal für alle, die eine fortschrittliche Makrolösung suchen, ohne sperrige Ausrüstung oder Kompromisse bei der Bildqualität.
Idealer Einsatz: Makrofotografie im Freien, leichte Reisefotografie, Natur unterwegs.
Eingeschränkter Einsatz: Schwaches Licht, extreme Unschärfeeffekte oder kreative Porträts.

Laowa 90mm f/2.8 2× Ultra Macro APO
Spezifikationen
- Brennweite: 90 mm (entspricht 144 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 27°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 20,5 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 619 g, 74 × 120 mm
- Kompatibilität: Canon RF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Das 90mm f/2.8 2× APO ist eines der ausgewogensten Objektive innerhalb der extremen Makroserie von Laowa. Es bietet einen komfortablen Arbeitsabstand für die Insektenfotografie und natürliche Details, bei gleichzeitig robuster Bauweise und hochwertigem optischem Design.
Die 2:1-Abbildungsleistung hebt es über viele klassische Makroobjektive hinaus, während die f/2.8-Blende es auch für kreative Porträts oder Szenen mit gezielter Tiefenschärfesteuerung tauglich macht. Die chromatische Korrektur ist selbst in unscharfen Bereichen hervorragend, und die zentrale Schärfe ist bereits bei Offenblende sehr gut.
Eine sehr solide Option für alle, die anspruchsvolle Makrofotografie mit kreativem Spielraum und einer professionellen Nutzererfahrung verbinden möchten.
Idealer Einsatz: Technische und kreative Makrofotografie, Insekten, Porträts mit Detail.
Eingeschränkter Einsatz: Schnelle Aufnahmen ohne Stativ, kontinuierlicher Fokus bei bewegten Motiven.

Laowa 100mm f/2.8 2× Ultra Macro APO
Spezifikationen
- Brennweite: 100 mm (entspricht 160 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 24,4°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 24,7 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 638 g, 72 × 125 mm
- Kompatibilität: Canon RF (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Stabilisierung: Nein
Analyse
Diese Version des Laowa 100mm f/2.8 ist die direkte Weiterentwicklung des klassischen 1:1-Modells und eines der vielseitigsten Objektive im Makro-Sortiment der Marke. Sie bietet eine 2:1-Abbildung ohne zusätzliches Zubehör und ermöglicht so außergewöhnlich detailreiche Aufnahmen von sehr kleinen Motiven oder feinen Strukturen.
Das APO-Design (apochromatisch) minimiert chromatische Aberrationen auch unter anspruchsvollen Bedingungen oder bei unscharfen Hintergründen. Die Brennweite von 100 mm sorgt für einen komfortablen Arbeitsabstand, ideal für Insekten, Natur- und Produktfotografie. Die Blende f/2.8 macht es auch für Porträts geeignet, erfordert jedoch eine präzise Fokussierung.
Die optische Qualität ist bereits ab mittleren Blenden über das gesamte Bildfeld hinweg sehr hoch. Das Gewicht ist moderat, die Konstruktion jedoch solide, vollständig aus Metall und hochwertig verarbeitet. Der manuelle Fokus kann für einige Nutzer eine Hürde darstellen, doch der Fokusring ist weich und präzise – ideal für den Einsatz mit Stativ oder in kontrollierten Umgebungen.
Idealer Einsatz: Fortgeschrittene Makrofotografie, Fokus-Stacking, Naturaufnahmen, Produktfotografie, detaillierte Porträts.
Eingeschränkter Einsatz: Spontane oder schnelle Aufnahmen ohne Stativ, bewegte Motive mit kontinuierlichem Fokus.
Weitere Brennweiten und kreative Ansätze: Makro mit kreativer Perspektive
Objektive, die eine andere Sichtweise bieten: Weitwinkel, Periskop oder mit Verschiebung der Bildebene.

Laowa 15mm f/4 Wide Angle Macro 1:1
Spezifikationen
- Brennweite: 15 mm (entspricht 24 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 110°
- Blende: f/4 bis f/32
- Mindestfokusabstand: 12,2 cm
- Maximale Vergrößerung: 1:1
- Gewicht und Abmessungen: 410 g, 84 × 64 mm
- Kompatibilität: Canon RF Bajonett (Vollformat und APS-C)
- Fokus: Manuell
- Bildstabilisierung: Nein
Analyse
Dies ist eines der außergewöhnlichsten Makroobjektive auf dem Markt: eine Ultraweitwinkel-Optik mit 1:1-Abbildungsmaßstab. Sie ermöglicht es, sowohl das Makromotiv als auch seine Umgebung in die Komposition einzubeziehen – etwas, das in dieser Art der Fotografie sehr selten ist. Ideal für Insekten in ihrem Lebensraum, kreative Szenen oder kontrollierte Umgebungen, in denen Kontext ebenso wichtig ist wie Details.
Es weist aufgrund der extremen Brennweite eine gewisse natürliche geometrische Verzerrung auf, die jedoch gut kontrolliert ist. Die Nutzung ist anspruchsvoll: Fokus und Bildausschnitt müssen sehr präzise sein, insbesondere wegen der geringen Arbeitsdistanz (die Frontlinse befindet sich nur wenige Millimeter vom Motiv entfernt). Der Fokusring ist weich und präzise, erfordert aber technisches Können.
Ideale Nutzung: Umweltmakro, kreative Fotografie, Natur mit Kontext, extreme Landschaften.
Eingeschränkte Nutzung: Sehr bewegliche Insekten, technische oder klassische Studioarbeit.

Laowa 24mm T14 Probe
Spezifikationen
- Brennweite: 24 mm (entspricht 36 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 85°
- Blende: f/14 bis f/40
- Minimale Fokusdistanz: 2 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Maße: 474 g, 38 × 408 mm
- Kompatibilität: Canon (Vollformat und APS-C)
- Fokussierung: Manuell
- Bildstabilisierung: Nein
- Extras: Integrierte LED-Frontleuchte
Analyse
Dieses Objektiv hat die extreme Makrofotografie neu definiert. Sein Sondendesign ermöglicht Aufnahmen an unzugänglichen Orten: im Inneren von Objekten, Lebensmitteln, Pflanzen, Insekten in Nestern usw. Die Optik bietet eine Vergrößerung von 2:1 und eine große Schärfentiefe für diese Brennweite, obwohl die minimale Blende von f/14 den Einsatz ohne künstliches Licht einschränkt.
An der Spitze befindet sich eine integrierte LED-Leuchte, die bei engen Platzverhältnissen hilfreich ist. Es erfordert gute Technik, externe Unterstützung und wird meist mit Slider oder Stativ verwendet. Es ist weder vielseitig noch leicht, aber unersetzlich, wenn dieser spezielle Blickwinkel gefragt ist.
Idealer Einsatz: kreative Fotografie, Naturdokumentationen, Video, Produkt- und Foodfotografie.
Eingeschränkter Einsatz: spontane Makrofotografie, freihändige oder ungeplante Aufnahmen.

Laowa 24mm T14 PeriProbe
Especificaciones
- Brennweite: 24 mm (entspricht 38 mm bei Canon APS-C)
- Bildwinkel: 85° (mit senkrechtem Blickwinkel)
- Blende: T14 bis T40
- Naheinstellgrenze: 2 cm
- Maximale Vergrößerung: 2:1
- Gewicht und Abmessungen: 770 g, 38 × 408 mm (austauschbare Sonde)
- Kompatibilität: Canon EF-Bajonett (Vollformat und APS-C)
- Fokussierung: Manuell
- Bildstabilisierung: Nein
- Extras: Integrierte LED-Leuchte, austauschbares Rohr mit 90° abgewinkeltem Objektiv
Análisis
Weiterentwickelte Version des klassischen Probe-Objektivs. Sie verfügt über eine 90°-Periskoplinse, ideal für horizontale Aufnahmen auf Bodenhöhe oder in engen Räumen. Das rotierende Design ermöglicht eine 360°-Komposition, ohne das Kameragehäuse zu bewegen – ein äußerst leistungsstarkes Werkzeug für Video und experimentelle Fotografie.
Die optische Qualität entspricht dem Standardmodell, mit großer Schärfentiefe, 2:1-Abbildung und guter Korrektur von Aberrationen. Der Einsatz erfordert Technik und Stative, bietet aber einzigartige kreative Möglichkeiten.
Idealer Einsatz: Audiovisuelle Produktion, kreative Produktfotografie, unmögliche Perspektiven.
Eingeschränkter Einsatz: Allgemeine oder schnelle Fotografie.
Canon APS-C: native Makroobjektive (EF-S und EF-M)
Vorauswahl: Welches Canon APS-C Makroobjektiv zu deinem Profil passt
Für Einsteiger in die Makrofotografie, die Vielseitigkeit schätzen, ist das Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM eine der besten nativen APS-C-Optionen. Leicht, kompakt und mit echtem 1:1-Maßstab ermöglicht es die Nahaufnahme ohne zusätzliche Zubehörteile. Die effektive Brennweite, entsprechend 96mm im Vollformat, ist komfortabel für Porträts, und die Blende f/2.8 sorgt für eine schöne Hintergrundunschärfe. Der USM-Autofokus ist schnell und leise, ideal für statische oder sich mäßig bewegende Motive. Das Design ohne Stabilisierung wird gut durch die Verwendung eines Stativs oder Kameras mit integriertem Bildstabilisator (bei Verwendung an einer spiegellosen Kamera) ausgeglichen. Zu beachten: Das Fehlen eines Stabilisators macht es weniger geeignet für Aufnahmen aus der Hand, besonders bei wenig Licht oder maximaler Vergrößerung.
Für fortgeschrittene Fotografen, die Makrofotografie zu einem wichtigen Teil ihrer Arbeit machen, ist das Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM voll kompatibel mit APS-C-Kameras und eine der umfassendsten Optionen im Canon-Ökosystem. Obwohl es für Vollformat entwickelt wurde, bietet es auf APS-C ein engeres Sichtfeld (entsprechend 160mm), geeignet für empfindliche Motive wie Insekten. Sein Hybrid-Stabilisator kompensiert sowohl Winkel- als auch Verschiebungsbewegungen, und die versiegelte Bauweise sowie die optische Qualität der L-Serie heben es auf professionelles Niveau. Auf APS-C-Mirrorless-Kameras mit Adapter behält es alle Funktionen bei. Zu beachten: Größe und Gewicht können für Nutzer, die eine leichte und unauffällige Lösung im APS-C-Format suchen, zu groß sein.
Für Profis, die extremen Makro- oder wissenschaftliche Fotografie suchen, ist das Canon MP-E 65mm f/2.8 1-5x Macro ebenfalls voll kompatibel mit APS-C via EF-Bajonett. Der Crop-Faktor kann sogar helfen, den Bildausschnitt bei winzigen Motiven besser auszufüllen. Dieses Objektiv bietet Vergrößerungen von 1x bis 5x ohne Zubehör, erfordert jedoch manuelle Fokussierung, Stativ und sorgfältige Lichtsteuerung. Es ist ein Nischenwerkzeug, ideal für Wissenschaftler, Naturforscher oder erfahrene künstlerische Fotografen, die das Unsichtbare erkunden möchten. Zu beachten: Extrem spezialisierte Anwendung, steile Lernkurve und nicht nutzbar für normale Fokussierung oder allgemeine Szenen.
Für preisbewusste Fotografen mit Vollformatkameras bleibt das Canon EF 50mm f/2.5 Compact Macro eine gültige Alternative, wenn auch eingeschränkter. Kompatibel mit EF-S-Kameras ohne Adapter, bietet es 1:2-Vergrößerung und eine anständige optische Qualität zu einem sehr günstigen Preis. Das kompakte Design macht es einfach zu transportieren, ideal für Studenten, Hobbyisten oder jene, die ohne große Investition experimentieren möchten. Zu beachten: Bietet keine 1:1-Vergrößerung, kein Stabilisierungssystem und die Verarbeitung ist nicht so hochwertig wie bei moderneren Optiken.

▌Unsere Wahl: Das Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM ist die erste Wahl für alle, die ein Makroobjektiv im Canon-System suchen – auch für APS-C, obwohl die äquivalente Brennweite hier für manche etwas lang sein kann. Es bietet eine 1:1-Vergrößerung mit komfortabler Arbeitsdistanz und Hybridstabilisierung, ideal für Freihandaufnahmen. Es überzeugt durch seine hohe optische Qualität, gute Korrektur von Abbildungsfehlern und schnellen, leisen Autofokus. Die robuste Bauweise macht es zuverlässig für den professionellen Einsatz in der Makro- und Produktfotografie.
Canon hat zwei spezielle Anschlüsse für Kameras mit APS-C-Sensor entwickelt: EF-S für die digitalen Spiegelreflexkameras und EF-M für das spiegellose EOS-M-System. Beide ermöglichen Makrofotografie, folgen jedoch recht unterschiedlichen Nutzungskonzepten.
EF-S: Anspruchsvollere Objektive mit Fokus auf technische Ergebnisse
Das EF-S-Bajonett ist für APS-C-DSLRs wie die EOS 80D, 90D oder 700D konzipiert. Makroobjektive für dieses System bieten in der Regel ein Erlebnis, das näher an der „klassischen“ Makrofotografie liegt:
- Längere Brennweiten (z. B. 60 mm, entsprechend ca. 96 mm im Vollformat), die einen größeren Arbeitsabstand zum Motiv ermöglichen.
- Schneller und präziser Innenfokus, ideal zum Arbeiten mit Insekten, Blumen oder natürlichen Details, ohne das Motiv zu stören.
- Robuste Bauweise, geeignet für den Außeneinsatz oder längere Arbeitssitzungen.
- Hochwertige Optiken, gut korrigiert hinsichtlich Aberrationen und mit hoher Schärfe über das gesamte Bildfeld.
Dieses System ist besonders empfehlenswert für Naturmakrofotografie, Porträts mit Unschärfeeffekten oder sogar Focus Stacking, dank des größeren Abstands zwischen Kamera und Motiv.
EF-M: Kompaktheit und urbaner oder kreativer Einsatz
Das EF-M-Bajonett wurde für sehr kompakte spiegellose Kameras wie die EOS M50 oder M6 entwickelt. Hier ändert sich die Philosophie deutlich:
- Kleine und leichte Objektive, gedacht für den täglichen Transport.
- Kürzere Brennweiten, wie 28 mm (entspricht ca. 45 mm), die eine starke Annäherung an das Motiv erfordern.
- Kreative elektronische Hilfen wie integrierte LED-Beleuchtung oder optische Bildstabilisierung.
- Leiser STM-Autofokus, auch geeignet für Video oder Inhalte in sozialen Netzwerken.
EF-M-Makroobjektive zielen weniger auf technische Präzision als auf kreative Vielseitigkeit ab und ermöglichen es, Alltagsgegenstände, dekorative Details, Essen, Make-up oder Texturen einfach und schnell zu fotografieren.
Unabhängig vom Anschluss bietet ein APS-C-Sensor praktische Vorteile in der Makrofotografie:
- Höherer scheinbarer Abbildungsmaßstab: Durch den Crop-Faktor (1,6x) füllt das Motiv mehr vom Bildfeld aus, ohne näher herangehen zu müssen.
- Größere Schärfentiefe bei gleicher Blende und Bildausschnitt: Das erleichtert scharfe Aufnahmen, ohne stark auf Focus Stacking angewiesen zu sein.
- Leichtere und günstigere Ausrüstung, ideal für Einsteiger oder Fotografen, die Mobilität bevorzugen.
Kurz gesagt: EF-S bietet ein umfassenderes Erlebnis für klassische Makrofotografie, während EF-M einen zugänglicheren, modernen und kreativen Ansatz verfolgt.
Vergleichstabelle aller Makroobjektive für APS-C
| Bajonett | Marke | Modell | Makro | AF/Manuell | Stabilisierung | Format |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EF-M | Canon | EF‑M 28 mm f/3.5 Macro IS STM | 1.2:1 | STM AF | Ja (Hybrid IS) | APS‑C |
| EF-S | Canon | EF‑S 35 mm f/2.8 Macro IS STM | 1:1 | STM AF | Ja | APS‑C |
| EF-S | Canon | EF‑S 60 mm f/2.8 Macro USM | 1:1 | USM AF | Nein | APS‑C |
| EF-S / EF-M | Laowa | 65 mm f/2.8 2× Ultra Macro APO | 2:1 | Manuell | Nein | APS‑C |
| EF-S / EF-M | 7Artisans | 60 mm f/2.8 Macro | 1:1 | Manuell | Nein | APS‑C |
| EF-S / EF-M | Meike | 60 mm f/2.8 Macro | 1:1 | Manuell | Nein | APS‑C |
| EF-S / EF-M | Meike | 85 mm f/2.8 Macro | 1:1 | Manuell | Nein | APS‑C |

Canon EF-S 35mm f/2.8 Macro IS STM (mit LED-Licht)
Spezifikationen
- Brennweite: 35 mm (entspricht 56 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 63°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Mindestfokussierabstand: 13 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 190 g, 69,2 x 55,8 mm
- Kompatibilität: Canon EF-S Bajonett
Analyse
Dies ist eines der ungewöhnlichsten Makroobjektive im Canon-Sortiment. Es wurde für APS-C entwickelt, bietet eine Brennweite von 56 mm (äquivalent), echte 1:1-Vergrößerung und eine besondere Eigenschaft: zwei kleine LED-Leuchten an der Vorderseite des Objektivs.
Diese Lichter sind sehr hilfreich, um sehr nahe Motive auszuleuchten, ohne starke Schatten zu erzeugen, und machen externe Blitze oder LEDs beim Freihand-Einsatz überflüssig. Bei der Fotografie von Kleinstprodukten, Lebensmitteln, technischen Details oder sogar Make-up kann das ein großer Vorteil sein.
Auf der anderen Seite ist der Arbeitsabstand sehr gering – nur wenige Zentimeter. Das kann bei Insekten störend oder einschränkend sein, da die Frontlinse das Motiv fast berührt. Es besteht zudem die Gefahr, Schatten zu werfen oder das Tier zu stören. Es ist scharf und gut korrigiert, aber nicht so vielseitig wie längere Makros.
Ideal geeignet für: Detailaufnahmen kleiner Objekte, wissenschaftliche Fotografie, Stillleben, kontrollierte Umgebungen.
Eingeschränkt geeignet für: Insekten oder Motive, die mehr Arbeitsabstand erfordern.

Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM
Spezifikationen
- Brennweite: 60 mm (entspricht 96 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 25°
- Blende: f/2.8 bis f/32
- Naheinstellgrenze: 20 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 335 g, 73 x 69,8 mm
- Kompatibilität: Canon EF-S Bajonett (nur APS-C)
Analyse
Dies war das erste speziell für APS-C-Sensoren entwickelte Makroobjektiv von Canon und ist bis heute eines der ausgewogensten im System. Seine effektive Brennweite (≈96 mm im Vollformat) liegt im idealen Bereich für klassische Makrofotografie mit gutem Arbeitsabstand, ohne dem Motiv zu nahe zu kommen.
Optisch ist es sehr solide: hohe Schärfe bereits bei Offenblende, exzellenter Kontrast und eine Korrektur chromatischer Aberrationen und Verzerrungen, die über dem Durchschnitt seiner Zeit liegt. Der interne Fokus mit USM-Motor macht es schnell, leise und verhindert physische Bewegungen des Tubus – ein Vorteil in engen natürlichen Umgebungen oder bei der Tierfotografie.
Auch außerhalb der Makrofotografie eignet sich die Brennweite und Blende gut für Porträts: weiches Bokeh und angenehmer Aufnahmeabstand bei APS-C-Kameras. In dieser Hinsicht ist es ein sehr vielseitiges Objektiv.
Ideale Nutzung: Natur, Makro im Freien, Porträt auf APS-C.
Eingeschränkte Nutzung: Keine Bildstabilisierung (erfordert gute Technik oder Stativ).

Canon EF-M 28mm f/3.5 Macro IS STM (mit LED-Licht)
Spezifikationen
- Brennweite: 28 mm (entspricht 45 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 53°
- Blende: f/3.5 bis f/22
- Mindestfokussierabstand: 9,3 cm
- Maximale Vergrößerung: 1,2x (mit Super-Makro-Modus)
- Gewicht und Maße: 130 g, 60,9 x 45,5 mm
- Kompatibilität: Canon EF-M Bajonett (nur APS-C, EOS M Serie)
Analyse
Dies ist der kleinere Bruder des EF-S 35mm, jedoch ausschließlich für spiegellose Kameras mit EF-M-Bajonett (wie die M50 oder M6). Er teilt viele Eigenschaften mit dem 35mm, geht aber in mancher Hinsicht noch weiter:
- Er bietet eine Vergrößerung von 1,2x (mehr als das Standard-1:1).
- Er verfügt über einen eingebauten doppelseitigen LED-Frontblitz, der über die Kamera aktiviert werden kann.
- Er ist extrem kompakt und leicht – ideal zum ständigen Mitnehmen.
Allerdings hat er wie das 35mm eine sehr kurze Arbeitsdistanz. Bei maximaler Vergrößerung berührt man das Motiv fast. Das macht ihn ideal für unbewegliche Objekte, aber ungeeignet für Insekten oder bewegte Szenen.
Dennoch ist er sehr praktisch für Produktfotografie, Lebensmittel, kosmetische Details oder Texturen. Auch für Fotografen geeignet, die keine schwere Makroausrüstung mit sich tragen möchten.
Idealer Einsatz: Produkt, Lebensmittel, Studio-Details.
Eingeschränkter Einsatz: Tiere, Natur, Porträt. en estudio.
Dritthersteller: APS-C-Objektive
Wir unterteilen das Angebot in zwei Hauptgruppen:
1. Vielseitige Autofokus-Objektive (Sigma, Tamron)
Obwohl sie nicht speziell für APS-C-Sensoren entwickelt wurden, werden Objektive wie das Tamron SP 90mm oder das Sigma 105mm Makro sehr effektiv an APS-C-Kameras mit EF-Bajonett eingesetzt. In diesem Format entspricht ihre Brennweite etwa 135–150mm, was sich gut für klassische Makrofotografie eignet. Da wir diese Objektive oben bereits besprochen haben, wiederholen wir uns hier nicht. Folge den Links zur Analyse:
2. Spezialisierte manuelle Objektive (Laowa, Samyang, andere)
Hier gibt es zwei Hauptkategorien. Einerseits bieten Hersteller wie Laowa und Samyang Objektive mit hervorragender Bildqualität, Vergrößerungen über 1:1 sowie robuste und gut korrigierte Designs an – gedacht für fortgeschrittene Fotografen, die auf größere Vergrößerung Wert legen und manuelles Fotografieren bevorzugen oder zumindest nicht ablehnen. Auch das Samyang haben wir bereits besprochen:
Andererseits bieten günstigere Marken wie 7Artisans oder Meike ebenfalls manuelle Objektive für APS-C an. Diese sind zwar preislich attraktiv, bleiben optisch und mechanisch aber meist hinter den oben genannten zurück: besser geeignet als Einstieg oder für weniger anspruchsvolle Anwendungen.
Manuelle Standardobjektive

7Artisans 60mm f/2.8 Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 60 mm (entspricht 96 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: Ca. 25°
- Blende: f/2.8 bis f/16
- Naheinstellgrenze: 26 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 550 g, 60 x 100 mm
- Kompatibilität: Canon EF-M Bajonett (nur APS-C)
Analyse
Günstiges manuelles Objektiv mit 1:1-Vergrößerung, gedacht für Einsteiger oder Fotografen mit begrenztem Budget. Die optische Qualität ist in Ordnung, mit akzeptabler Schärfe, aber begrenzter Korrektur von Aberrationen und Bildhomogenität. Die Bauweise ist einfach und leicht, ohne Stabilisierung oder Motor, was den Einsatz eines Stativs und guter Lichtverhältnisse erfordert. Trotz seiner Einschränkungen ist es eine brauchbare Option, um Makrofotografie zu lernen oder für persönliche Projekte, bei denen höchste Qualität nicht zwingend ist.
Ideale Verwendung: Einstieg in die Makrofotografie, statische Motive.
Eingeschränkte Nutzung: Bescheidene optische Qualität, keine Stabilisierung oder

Meike 60mm f/2.8 Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 60 mm (entspricht 96 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: Ca. 25°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Naheinstellgrenze: 18 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 320 g, 65 x 90 mm
- Kompatibilität: Canon EF / EF-M Bajonett (Vollformat, APS-C und spezielle Versionen für spiegellose APS-C-Kameras)
Analyse
Ähnlich in den Eigenschaften wie das 7Artisans 60mm bietet dieses Objektiv eine 1:1-Vergrößerung und manuelles Fokussieren zu einem niedrigen Preis. Die optische Leistung ist für weniger anspruchsvolle Aufgaben ausreichend, mit akzeptabler Schärfe, aber ohne fortgeschrittene Verfeinerungen. Das Fehlen von Stabilisierung und Autofokus macht den Einsatz eines Stativs und guter Lichtverhältnisse notwendig. Eine Option für Einsteiger in die Makrofotografie oder als günstiges Zweitobjektiv.
Ideale Verwendung: Lernen, statische und experimentelle Fotografie.
Eingeschränkte Nutzung: Mäßige Qualität, keine Stabilisierung oder Autofokus, nicht für Profis geeignet.

Meike 85mm f/2.8 Macro
Spezifikationen
- Brennweite: 85 mm (entspricht 136 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: Ca. 28°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Naheinstellgrenze: 25 cm
- Maximale Vergrößerung: 1x (1:1)
- Gewicht und Abmessungen: 500 g, 72 x 98 mm
- Kompatibilität: Canon EF Bajonett (Vollformat und APS-C)
Analyse
Ein manuelles Objektiv mit 1:1-Vergrößerung, das sich durch eine etwas größere Arbeitsdistanz im Vergleich zum anderen Modell der Meike-Reihe auszeichnet – ideal für empfindlichere Motive. Es bietet gute zentrale Schärfe und Kontrast, wenngleich die Randabdeckung verbesserungswürdig ist. Ohne Bildstabilisierung und Autofokus, aber mit solider Verarbeitung für diese Preisklasse. Geeignet für Hobbyfotografen, die gute Makro-Leistung ohne hohe Investition suchen.
Idealer Einsatz: Makrofotografie für Einsteiger, kleine und unbewegliche Objekte, Studio.
Einschränkungen: Keine Stabilisierung oder Autofokus, bescheidene Abbildungsleistung an den Rändern.
Extreme Makro

Laowa 65mm f/2.8 2x Ultra Macro APO
Spezifikationen
- Brennweite: 65 mm (entspricht 104 mm im APS-C-Format)
- Bildwinkel: 24,4°
- Blende: f/2.8 bis f/22
- Naheinstellgrenze: 17 cm
- Maximale Vergrößerung: 2x (2:1)
- Gewicht und Abmessungen: 335 g, 57 x 100 mm
- Kompatibilität: Canon EF-M / RF Bajonett (nur APS-C)
Analyse
Dieses Objektiv ist eine echte Besonderheit im Bereich der APS-C-Makrofotografie, dank seines 2:1-Abbildungsmaßstabs – dem Doppelten des klassischen 1:1. Das apochromatische (APO) Design reduziert chromatische Aberrationen deutlich und liefert Bilder mit hoher Schärfe und Kontrast. Es besitzt weder Autofokus noch Bildstabilisierung und erfordert daher eine präzise Handhabung – idealerweise mit Stativ – für optimale Ergebnisse. Die kurze Brennweite in Kombination mit der starken Vergrößerung eignet sich hervorragend zum Erfassen extrem kleiner Details, besonders im Studio oder beim Focus Stacking. Letzteres erfordert bei diesem manuellen Objektiv allerdings Geduld und zwingend eine Mikroschiene.
Idealer Einsatz: Extreme Makroaufnahmen, Focus Stacking, Studio, sehr kleine Details.
Einschränkungen: Manueller Fokus, keine Stabilisierung, nicht geeignet für schnelle Action, Außeneinsätze oder Nutzer, die einfache Handhabung suchen.
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